Wer von uns weiß schon, dass die Geschichte der Reanimation lang ist und viele unterschiedlichste Methoden durchschritt. Hier ein kurzer Ausschnitt der
"jüngsten" von ihnen .
Um ca. 1800 z.B. wurde die "Russische Methode" genutzt, um den Stoffwechsel zu verlangsamen, indem man den Körper, mit Ausnahme des Kopfes, mit Schnee und Eis bedeckte. Man hoffe, dass das Einfrieren des Körpers die Rückkehr des Spontankreislaufs unterstützen würde.
1812 waren Pferde an europäischen Rettungsschwimmstationen üblich.
Wenn jemand gerettet wurde, hievte der Rettungsschwimmer diesen auf das Pferd und trabte am Strand hin und her, um die Kompression und Dekompression des Brustkorbs zu unterstützen. Große Mengen Pferdemist sammelte sich an den Stränden, so dass eine Initiative für saubere Strände schließlich zur Abschaffung der Methode führte.
Erst in den 1960er Jahren führte Dr. Kouwenhoven, die Idee der geschlossen Brustkorbkompressionen an der John Hopkins Universität ein, die die Basis der heutigen CPR darstellt.
In den 1970er Jahren führte das amerikanische Militär Kompression und Beatmung in Kombination ein. Kurz darauf begannen das American Red Cross und die American Heart Associtation, die amerikanische Öffentlichkeit in dieser Methode zu unterweisen.
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Wo stehen wir heute?
Unterschiedliche Studien belegen, dass der Schwerpunkt einer Reanimation bei Kreislaufstillstand bei einer qualitativ guten unterbrechungsfreien Kardiokompression liegt.
Die aktuellen ERC Leitlinien 2010 betonen durchgehend und mit Nachdruck, dass eine qualitativ gute und unterbrechungsfreie CPR unabdingbar ist für einen Reanimationserfolg.
Dies beinhaltet nicht nur mindestens eine Kompressionstiefe von 5 cm sondern auch eine
-frequenz von mindestens 100/min.
Hier tritt -bedingt durch Müdigkeit- nachweislich nach bereits 2 Minuten ein erheblicher Qualitätsverlust der CPR Maßnahmen auf. Dies führt zur Empfehlung, die Helfer, die CPR durchführen, alle 2 min zu wechseln.
Sicherlich ein höchst kritischer Faktor, wenn es um qualitativ hochwertige CPR geht - hier kommt die Entwicklung Mechanischer Kompressionstechnologien zum tragen.
Mechanische Kardiokompression
Damit sich die beteiligten Ersthelfer um andere wichtige Behandlungen des Betroffenen kümmern können, wurden Mechanische Kompressionstechnologien entwickelt, die eine qualitativ hochwertige CPR nach Leitlinien ohne Unterbrechung übernehmen können.
Zusätzlich können mit der LDB Technologie (load-distributing Band / AutoPulse®) Patienten auch während eines Transportes im Wagen oder beim Heruntertragen von einer Etage zum Wagen problemlos ununterbrochen kardiokomprimiert werden.
Ein Meilenstein in Bezug auf unterbrechungsfreie CPR Behandlungsqualität und Sicherheit für Patienten und Ersthelfer (der sich nun im Wagen anschnallen kann).
Ferner bietet die LDB Technologie erstmalig die Möglichkeit, einen Defibrillator anzuschließen und während der automatisierten CPR eine synchronisierte Schockabgabe zu gewährleisten.
Zitat Leitlinien: "Während des Transports ins Krankenhaus kann eine Standard-CPR meist nur unzureichend durchgeführt werden. Die mechanischen Geräte können eine gute CPR-Qualität auch während der Fahrt im Rettungswagen sicherstellen. Mechanische Geräte haben darüber hinaus Vorteile in Bezug auf die unterbrechungsfreie externe Herzdruckmassage und die gleichzeitige Möglichkeit zur Defibrillation."