CPR und AED
Auch in dem Bereich der "Elektrotherapie" der Leitlinien wird mit Nachdruck auf unterbrechungsfreie Thoraxkompressionen hingewiesen und die Ausweitung von Frühdefibrillationsprogrammen empfohlen.
"Die Möglichkeit der Defibrillatoren, den Herzrhythmus unter laufender CPR zu bewerten, ist ein bedeutender Fortschritt und ermöglicht es den Rettern, den Herzrhythmus ohne Unterbrechung der Herzdruckmassage zu beurteilen."
"Die Weiterentwicklung von Programmen für automatisierte externe Defibrillatoren (AED) wird empfohlen - es bedarf der vermehrten Stationierung von AED sowohl in öffentlichen als auch in Wohngebieten."
Kapnographie
"Zusätzliche Betonung wird auf die Verwendung der Kapnographie gelegt. Damit werden die Platzierung des Endotrachealtubus sowie die Qualität der CPR bestätigt und kontinuierlich überwacht. Die Kapnographie dient als früher Indikator für Rückkehr eines Spontankreislaufes "return of spontaneous circulation" (ROSC)"
Der Ausstattung der Reanimationsgeräte mit EtCO2 kommt also eine ganz besondere Rolle zu.
Elektroden vs. Paddles
In diesem Punkt erfolgt eine klare Fürsprache zum Einsatz von Klebeelektroden.
"Selbstklebende Defibrillator-Pads weisen gegenüber Paddles für die Routineüberwachung und die Defibrillation praktische Vorteile auf.
Sie sind sicher, effektiv und sollen den normalen Defibrillations-Paddles vorgezogen werden.
Die Verwendung von Selbstklebeelektroden soll ebenso in "Peri-arrest" -Situationen (vor und nach Kreislaufstillstand) erwogen werden sowie auch in klinischen Situationen, wenn der Zugang zum Patienten erschwert ist.
Defibrillation
Wichtig!: "Obwohl für die Defibrillation eine "Energiestufe" gewählt wird, ist es eigentlich die transmyokardiale Stromstärke, die die Defibrillation vollbringt. Die Stromstärke korreliert gut mit dem Erfolg der Defibrillation und der Kardioversion."
Biphasische Impulsformen niedriger Energie
"Mit hohen Energiestufen zu beginnen, hat im Vergleich zur Verwendung niedrigerer Energiestufen keine erfolgreicheren Kardioversionsraten gezeigt... Basierend auf den derzeitigen Studienergebnissen bildet der initiale Schock von 120-150 J mit bedarfsgerechter Steigerung eine vernünftige Strategie."